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Mietendeckel

Ist ein Mietendeckel sozial?

Für die Menschen, die eine Wohnung suchen, ist er äußerst unsozial: Ein Mietendeckel verhindert Neubau, weil er Rechts- und Planungsunsicherheit schafft. Mittel, die aus moderaten Steigerungen erzielt werden, stehen für Investitionen in Neubau und Instandhaltung nicht mehr zur Verfügung. Dadurch sinkt das Angebot und Mieten im Neubau steigen noch stärker. Der Effekt: Wohnungssuchende werden noch stärker belastet und werden es noch schwerer haben, eine Wohnung zu finden.

 

Tatsache ist auch, dass ein Mietendeckel Menschen mit hohen Einkommen genauso zugutekommt, wie denjenigen, die wenig verdienen. Man schützt den ehemaligen Studenten, der vor 20 Jahren einen günstigen Mietvertrag geschlossen hat und der sich heute problemlos eine höhere Miete leisten könnte, weil er seit vielen Jahren erfolgreich in seinem Beruf ist. Man schützt auch Einzelpersonen, die auf 120 m² Fläche für 5,80 € wohnen, während junge Familien händeringend Wohnraum suchen.

 

Und: ein Mietendeckel bestraft auch die Vermieter, die über Jahre und Jahrzehnte fair vermietet haben.
Die meisten Wohnungen in Deutschland werden von privaten Kleinvermietern vermietet, die langfristige Mietverhältnisse und gute Beziehungen zu ihren Mietern wollen und die Mietsache Instand halten und zu fairen Bedingungen vermieten. Oftmals ist die Immobilie Teil der Altersvorsorge. Ist es sozial, diese Vorsorgeplanung durch einen Mietendeckel u.U. zu (zer)stören?